2018 ist das niederschlagsärmste Jahr seit Beginn der täglichen Aufzeichnungen im Wasserwerk Urfeld

2018 war bis einschließlich Oktober das trockenste Jahr seit Beginn der täglichen Aufzeichnungen im Wasserwerk im Jahr 2000. Für die Sommermonate Juni-September haben wir haben wir die Durchschnittswerte in folgender Übersicht dargestellt.

WBV Niederschläge ltr/m² in den Sommermonaten 2001-2018

Die Liefersicherheit des Wasserwerks Urfeld ist dadurch allerdings nicht gefährdet, weil über den Pumpen in den Brunnenstuben immer noch genügend Wasserdeckung ist. Das liegt daran, dass die Brunnen in 20 Meter Tiefe liegen. Selbst wenn der Rheinpegel extrem niedrig ist (Rekordtiefe im Oktober 2018: 76 cm, Tendenz fallend), bleibt genügend Grundwasser an den Pumpen. Wenn der Rhein nur noch einen Pegel von 60 cm hat, steht das Grundwasser im WBV immer noch mehr als 6 Meter über den Pumpenansaugungen.

Die Hitze der letzten Monate hat ihre Spuren hinterlassen. Die lange Sonnenscheindauer und das trockene Wetter hatten einen hohen Wasserverbrauch zur Folge. Gärten mussten bewässert werden, Planschbecken öfters gefüllt. Auch eine erhöhte Flüssigkeitszunahme bei den Menschen – zwei bis drei Liter am Tag – war die Folge. Teilweise lag der Wasserverbrauch im Rhein-Sieg-Kreis um bis zu 37 Prozent höher als an gewöhnlichen Tagen. In Köln war es um 20 Prozent.

Trockene Waldböden machen Förstern und Waldforschern seit Jahren zunehmend Sorgen. Das erhöht die Waldbrandgefahr. Aber auch auf ausgetrockneten Feldern kann eine unachtsam aus dem fahrenden Auto geworfene Zigarettenkippe verheerende Brände entfachen (wie z. B. in Siegburg entlang der Bahntrasse).

Die Landwirte haben teilweise hohe Verluste zu beklagen. Die Maisernte war ganz besonders schlecht, da Mais nur flache Wurzeln entwickelt. Eine flächendeckende Bewässerung ist oft schwierig zu bewältigen und für den Landwirt letztlich auch eine Kostenfrage. Auch die Kartoffel ist bei Trockenheit gefährdet. Die Obstbauer hingegen hatten ein gutes Jahr und profitierten von schönen Wetter.