Gewinnung und Aufbereitung

Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) gewinnt aus sechs Brunnen Grundwasser, das mit starkem Wasserdruck gefördert wird. Zum Ausgleich der Druckstöße wird eine Windkesselanlage, auch Hydrophoranlage genannt, genutzt, die mit Luftpolstern Druckschwankungen aufnimmt. Im Wasserwerk wird dem geförderten, leicht sauren Wasser etwas Natronlauge zugemischt, um es zu neutralisieren und den pH-Wert anzuheben. Obwohl das Wasser schon jetzt Trinkwasserqualität hat, durchströmt es sechs Aktivkohlefilter in der Aufbereitungsanlage. Aktivkohle ist in der Lage, eine Vielzahl an Schadstoffen zu eliminieren und ist somit ein universeller Schutz und Garant für die Qualität von Trinkwasser. Zum Durchsickern benötigt das Wasser minimal sieben Minuten bei einer maximalen Förderung.

Ein Filter hat eine Standzeit von etwa 2 bis 3 Jahren, wenn etwa 1,2 – 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser aufbereitet wurden. Zur Reaktivierung wird die Aktivkohle in ein hierfür vorgesehenes Werk gefahren, dort getrocknet und wiederaufbereitet. Dabei werden die organischen Substanzen auf der Kohle unter sehr hohen Temperaturen verbrannt. Die regenerierte Kohle kann anschließend wieder als Filter eingesetzt werden.

Die weitere Verteilung erfolgt über die Stadtwerke Wesseling und den Stadtbetrieb Bornheim für die jeweiligen Kommunen.

Leistungsprogramm / Kennzahlen

Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung erfolgen automatisiert. In Abhängigkeit vom Netzdruck werden die Pumpen der Brunnen nach einer vorgegebenen Reihenfolge zu- oder abgeschaltet. Die geförderten Wassermengen werden gemessen; die Messimpulse dienen der Ansteuerung der Dosierpumpen für die Natronlauge und der Dosieranlage. Netzdruck, Durchfluss und pH-Wert werden kontinuierlich gemessen und in der Warte registriert. Kommt es zu einer Störung, wird diese von der Rufbereitschaft des Wasserwerks unverzüglich behoben.

Vertikal-Filterbrunnen 6
Aktivkohlefilter 6
Wasserrecht 4.800.000 m³/a
Wasserabgabe an Mitglieder 4.578.059 m³/a in 2017